Internationale Wochen gegen Rassismus

Rassismus ist weder ein Einzelfall noch doch-nicht-so-gemeint. Wo rassistische Äußerungen und Handlungen verharmlost werden, braucht es eine klare und gemeinschaftliche Positionierung. Auch deshalb finden die diesjährigen Wochen gegen Rassismus vom 14. bis zum 27. März unter dem Motto „Haltung zeigen“ statt. Bundesweit laden verschiedene Veranstaltungen zu Auseinandersetzung, Information und Austausch ein. In Hamburg hat sich vergangenes Jahr in Eimsbüttel das Bündnis „Gemeinsam gegen Rassismus“ gegründet. Über 40 Vereine, Initiativen, Einrichtungen, Parteien und Kolleg*innen der öffentlichen Verwaltung in Eimsbüttel befassen sich dort mit dem Thema Rassismus im allgemeinen und dem zunehmenden Druck der extremen Rechten auf ihre soziale, kulturelle und politische Arbeit im Besonderen. Als gemeinsames Netzwerk haben sie für die beiden Märzwochen ein buntes Programm unter dem Motto „Eimsbüttel zeigt Haltung“ geschaffen. Die Auftaktveranstaltung findet am 14. März um 16 Uhr am Else-Rauch-Platz mit coolen Beats und feinen Texten statt – mit den Rapfugees, Redebeiträgen von Jennifer-Adolé Akue-Dovi und aus dem Netzwerk, einer Spielaktion, der Lenz-Dance Truppe & Informationsständen der Bündnisbeteiligten. Das gesamte Programm gibt es unter www.eimsbüttel-zeigt-haltung.de

Buchcover_Homayoon_Pardis

Als Bündnispartner veranstaltet auch der Eidelstedter KulturContainer in Kooperation mit dem Lißy-Haus im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine Lesung mit Gesprächsrunde: Am 26. März um 18.30 Uhr liest Homayoon Pardis aus seinem im Frühjahr 2022 erscheinenden Buch „Papa, warum sind wir hier?“ über die Flucht seiner Familie aus Afghanistan und einen Neuanfang in Deutschland. Zusammen mit seiner Co-Autorin Rose-Marie Hoffmann-Riem beschäftigen sie sich in der begleitenden Gesprächsrunde  mit dem Thema „Integration braucht keine Leitkultur!“. Was es stattdessen braucht, damit Menschen an einem neuen Lebensort an der Gemeinschaft teilhaben können, warum der Begriff Leitkultur ein rassistisches Konstrukt ist und wie Initiativen und Einrichtungen in Eimsbüttel mit den Herausforderungen moderner Kulturarbeit umgehen, darüber sprechen wir mit Gästen aus dem Stadtteil sowie dem Publikum.

Die Veranstaltung ist im Hybrid-Format geplant, digital via Zoom, vor Ort je nach Pandemielage unter der 2G+-Regel. Anmeldungen für die Veranstaltung bitte mit dem Hinweis, ob vor Ort oder digital bis zum 24. März an bfd@ekulturell.de oder telefonisch unter (040) 570 95 99

Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.ekulturell.de/veranstaltungen