Eidelstedter Poet*innen bleiben kreativ – online

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen musste auch die seit 2013 regelmäßig stattfindende Lesebühne der Eidelstedter Poet*innen eine einjährige Pause einlegen. Doch Moderator Wolfgang Wallach wollte die Situation nicht tatenlos hinnehmen und initiierte mit dem Eidelstedter KulturContainer ein digitales Format der beliebten Veranstaltung. Per Zoom trafen sich Anfang März dreizehn Literaturbegeisterte im virtuellen Raum, um ihre Werke vorzutragen oder auch einfach nur zuzuhören.

Artur Hermanni,“Eidelstedter Urgestein”, wie sich der Mitbegründer der Lesebühne selbst bezeichnet, begleitete die Veranstaltung musikalisch mit eigenen Kompositionen und Improvisationen am Klavier. Er wohnt inzwischen in Barmstedt, konnte aber für das Videoformat ohne Probleme dazu geschaltet werden. Besonders stach sein Auftritt mit einem plattdeutschen Song hervor.  Thematisch bunt gemischt kam keine Langeweile auf: Von einer poetischen Liebesbekundung an die Stadt Hamburg, über humoristische Essays und Gedichte über die Gefühle für die Stimme des Navis und die aktuelle Zeit ohne Friseure (“Let it grow”) bishin zu ernsteren Themen wie Heilung und Jugenderinnerungen, es blieb unterhaltsam und inspirierend.

Das neue digitale Format wurde von den Teilnehmern durchweg positiv angenommen, denn endlich kann wieder ein kreativer Austausch stattfinden. Wir freuen uns auf das nächste Treffen, aber natürlich auch auf die Zeit, wenn wir uns wieder real und analog treffen können.